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    Kann es was Schöneres geben, als wichtige Momente in Bildern festzuhalten und sie mit anderen zu teilen?

Raul Krauthausen in der Süddeutschen Zeitung

Eine Zeitung und ein Kaffee auf dem Tisch

Am 14. November erschien in der Süddeutschen Zeitung ein längeres Interview von Lea Hampel und Hannah Wilhelm mit Raul Krauthausen in der Reihe „Reden wir über Geld“. Nicht nur, dass das Thema „Teilhabegesetz“ in unserer Arbeit bei den SOZIALHELDEN ein wichtiges Anliegen ist, freue ich mich auch sehr, dass ein Bild von mir für den Beitrag veröffentlicht wurde.

Ein kleiner Auszug aus dem Artikel. Den Vollständigen Beitrag hat Raul in seinem Blog veröffentlicht:

Das wird schwierig mit Ihrem früheren Wunsch, reich zu werden.
Alles darüber hinaus würde das Sozialamt zu bis zu 80 Prozent einziehen. Ich darf keinen Bausparvertrag abschließen, keine Lebensversicherung, keine Altersvorsorge betreiben außer Riester, die sich nicht lohnt, weil ich nicht weiß, ob ich bis 67 arbeiten kann. Erben darf ich auch nicht, das kassiert das Sozialamt. Wenn ich heiraten würde, würde das Geld meiner Frau eingezogen werden. Ich bin eine tickende Bombe für jede Frau.

Dafür zahlt die Allgemeinheit die 6000 Euro für Betreuung.
Da haben Sie recht. Aber Menschen wie ich sind doch das, was der Staat gerne hat: arbeits- und leistungsbereite Menschen mit Behinderungen, die kreativ sind und Arbeitsplätze schaffen. Gleichzeitig werden genau diese Menschen demotiviert, mehr zu arbeiten und mehr zu verdienen.

Es demotiviert Sie?
Natürlich arbeite ich trotzdem. Aber ich müsste mehr als 6700 Euro verdienen, um deutlich mehr als 700 Euro im Monat zu haben. Das ist unrealistisch. Menschen mit Behinderungen werden immer als Kostenfaktor gesehen. Aber: Ich bringe der Volkswirtschaft mehr, als ich koste. Ich habe das mal spaßeshalber mit meinem Steuerberater ausgerechnet. Nur dadurch, dass ich morgens aufgestanden werde, kann ich zur Arbeit bei Sozialhelden kommen. Dort habe ich acht Arbeitsplätze geschaffen, die nichts mit meiner Behinderung zu tun haben. Wir könnten gerne über 20 Prozent Beteiligung reden, aber 80 finde ich heftig. Besonders gemein finde ich, dass ich fürs Alter nicht sparen darf. Ich steuere direkt auf Altersarmut zu, ohne etwas tun zu können.

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