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    Kann es was Schöneres geben, als wichtige Momente in Bildern festzuhalten und sie mit anderen zu teilen?

Rio Reiser zu den Paralympics 2016

Irgendwann Anfang des Jahres kam mein Kollege Jonas zu mir und meinte, dass ich nach Rio de Janeiro zu den Paralympischen Spielen fahren werde. Ich konnte das ganz lange Zeit nicht glauben. Eigentlich glaube ich es heute noch nicht. Aber irgendwann hatte ich die Akkreditierung und Flugtickets in der Hand. Es ging los. Ich wurde zum „Rio Reiser“ (wegen Rio und reisen, und so).

Mein Hauptauftrag bestand darin die tollen Riomaniacs der Aktion Mensch zu begleiten. Marcel und Nik waren mit Handy und Mikro unterwegs und gaben einen ziemlich frischen Einblick in das drittgrößte Sportereignis der Welt. Wer sich ein Bild davonmachen möchte, der/die klicke hier.

Marcel und Nick stehen vor dem Paralympischen Spielstätten mit roten T-Shirts auf den "Germany" steht.

Nik und Marcel, die Riomaniacs. (c) Andi Weiland | www.andiweiland.de

Neben der Dokumentation hatte ich die Ehre für unser Sozialhelden-Projekt Gesellschaftsbilder.de Fotos von den verschiedenen Sportarten zu machen. Mein Ziel war es, so viele „Symbolbilder“ wie möglich einzufangen, mit dem Ziel, dass spätere Artikel damit bebildert werden können. Für mich war das großartig, weil ich endlich mal Sportarten sehen konnte, die ich schon immer mal sehen wollte: Wheelchair-Rugby, Blindenfußball und Sitzvolleyball. Und das ganz nah dran und mit einem sportbegeisterten brasilianischen Publikum. Viele der Bilder kann man jetzt bei Gesellschaftsbilder.de sehen und ich hoffe, dass ich den Anspruch gerecht geworden bin, die Sportler, das Drama im Spiel, der Sieg, die Niederlage darzustellen und nicht den Stereotypen vom Menschen mit Behinderungen die „trotz ihres Schicksals“ Sport betreiben.

Jetzt über einen Monat später hänge ich immer wieder mit meinen Gedanken in Rio, weil es so viele Eindrücke waren, dass ich gar nicht weiß wo ich anfangen soll!? Auf der Reise meinte jemand:

„Das ist hier alles wie ein riesen Gemälde und ich stehe einen Zentimeter davor.“

So geht es mir auch weiterhin. Ich bin immer noch dabei zurück zu treten und das alles mal zu betrachten.
Zum Glück hatte ich nach den zwei Wochen voller Paralympics noch ein paar Tage für mich und die Stadt am Meer und jetzt sitze ich vor den Bildern und denke an die großartige Zeit und Gelegenheit zurück.

Vielen Dank an die Sozialhelden und Aktion Mensch, die das möglich gemacht haben und an meine Freundin für die ganze Unterstützung und Verständnis, dass ich das einfach machen musste. Vielen Dank an alle Freunde, die mich mit Tipps unterstützt haben! Dank an Kathi, Judyta, Claudia, Marcel, Nick, Tom, allen die ich in Rio kennen gelernt habe und natürlich Jonas für die drei unvergesslichen Wochen!

Das war so toll und ich hoffe, dass ich in Tokyo 2020 wieder dabei sein kann.

Und jetzt noch ein paar Bilder:

Weitere Bilder gibt es bei Flickr

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